Manfred Erdmann: Schauspieler - Sprecher - Autor - Regisseur
   
 

Manfred Erdmann, Jahrgang 1939, begann seine Theaterlaufbahn als Regie-Assistent (u.a. bei Wolfgang Spier, Carl-Heinz Schroth) und Schauspieler in Berlin (Renaissance Theater, Hebbel Theater), bevor er an das Burgtheater in Wien engagiert wurde. Dann folgten 25 Theater-Tourneen durch alle deutsch-sprachigen Länder und mehrere Gastspiele bei den Luisenburg-Festspielen in Wunsiedel; er arbeitete bei verschiedenen Unternehmen auch als Dramaturg und Produktionsleiter, bis er sein eigenes Tournee-Theater "Archon" gründete. Seit dessen Schließung 1982 arbeitet er nur noch als Synchron- und Dokumentarsprecher, Drehbuchautor und Dialogregisseur. Unzähligen Film- und TV-Darstellern lieh er bisher seine Stimme, u.a. Mister T in das "A-Team", dem Comic-Verkäufer in den "Simpsons", Dr. Zoidberg in "Futurama", Sweetums in „Muppets most wanted“, Vitruvius in „Lego Day&Date“ und Majestix in „Asterix im Land der Götter“.

Mit seiner Lesereihe unter dem Motto Ernst ist das Leben – heiter die Kunst begeistert Manfred Erdmann seit einigen Jahren das Publikum.

Dazu schrieb die Kritik:

"Manfred Erdmann begeistert; mit seiner tiefen Stimme feinste Nuancen treffend, mal nach-denklich, melancholisch, dann wieder fröhlich, heiter oder an manchen Stellen sogar alles zusammen, arbeitete Erdmann exakt den Charakter der feinsinnigen, mal traurigen, dann wieder lustigen, aber immer herzerwärmenden Texte heraus."(Münchner Merkur).

"Erdmanns Programm aus Couplets, Spottversen und Satiren bekam dem Publikum ausgezeichnet und stieß auf das Bedürfnis nach Nachschlag. Akzentuiert und temporeich gestaltete der Schauspieler die Verse, ließ sie lebendig werden." (Süddeutsche Zeitung).

"Manfred Erdmann, eröffnete den Abend mit zwei Texten von Kurt Tucholsky: Die Frage an das geschätzte Publikum, ob es denn wirklich so dumm sei, sich zum Sprachrohr der Mittelmäßigkeit und des Banalen und Seichten machen zu lassen, ist heuer so aktuell wie 1931. Das pädagogische Gedicht „Wo kommen die Löcher im Käse her?“, dargebracht von dem passionierten Schauspieler, rief Lachstürme und Begeisterung beim Publikum hervor. Leise drängt sich die Frage auf, warum überhaupt noch krampfhaft mit eigenen Texten versuchen, Stimmung zu machen, wenn die Vorbilder des vergangenen Jahrhunderts doch kaum zu erreichen sind."
(Dr. Thea Derado)
 
© Manfred Erdmann 2015